| Berichte | 15.07.2019

Revival der Kompetenzzentren im Bereich Elektromobilität

Ende der 90er Jahre begannen in Europa die ersten schüchternen Beispiele von Pilotprojekten für die Einführung von eFahrzeugen. Bestandteil solcher Projekte, wie z.B. das von Mendrisio (VEL), war die Einführung von Kompetenzzentren, die im Stande sein sollten, alle Akteure der Elektromobilität zu informieren und zu beraten. Zielgruppen waren die öffentliche Hand, die Verkäufer, Garagisten und potentielle Kunden. Vor zwanzig Jahren waren eFahrzeuge für alle eine Neuheit und die Einführung solcher Zentren durchaus gerechtfertigt. Heutzutage sind eFahrzeuge ein reifes Produkt, das von den meisten Autoherstellern angeboten wird. Selbstverständlich wäre dann, dass die Verkäufer auch eine Auskunfts- und Beratungsfunktion haben. Verständlicherweise ist deren Aufgabe jedoch der Verkauf der Produkte und man kann nicht verlangen, es mit Experten zu tun zu haben.

Es muss aber auch erkannt werden, dass die Angelegenheit mit der Elektromobilität für Laien durchaus nicht einfach ist.
Das fängt schon mit der Ladung an: 4 Ladebetriebsarten, 4 Steckverbindungen, Ladezeiten, Kosten und Ladestationstypen. Das Alles verwirrt, da besteht kein Zweifel. Hinzu kommen noch Aspekte wie Wartung, Lebensdauer der Batterien und deren Weiterverwertung (Recycling), Restwert des Fahrzeuges: zusätzliche Argumente, die es den potenziellen Käufern nicht einfach machen und für zusätzliche Unsicherheit sorgen. Dank Internet fehlen die Instrumente zur Information nicht.
Es bahnt sich jedoch die Idee an, dass ein Comeback der Kompetenzzentren, wo Interessenten eine Antwort auf alle Fragen bekommen, die Fahrzeuge und Ladestationen sichten und testen könnten, ein wertvolles Instrument sein kann, um die Marktdurchdringung der eFahrzeuge zu unterstützen.

Gemäss Befürworter dieser Zentren werden aktuell eFahrzeuge hauptsächlich von Konsumenten aus den Segmenten der innovators und early adopters erworben, d.h. den Personen, die überhaupt kein Problem mit neuen Technologien haben, sondern eher von der Auseinandersetzung mit einer Herausforderung gereizt sind. Für alle Anderen bilden die Neuheiten, welche die Elektromobilität mit sich bringt, ein Hindernis, das beseitigt werden muss, um das Publikum der möglichen Käufer zu erhöhen. Die grösste Beispielanzahl dieser Zentren kommt aus den USA (ein greifbares Beispiel dafür: https://forthmobility.org/showcase), die Zweifel bezüglich eFahrzeuge sind jedoch universal: warum dann nicht auch in der Schweiz ähnliche Massnahmen ins Leben rufen?

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